Was ist ein Schreibaby

Als Schreibabys werden Kinder bezeichnet, die ohne
erkennbaren Grund oft über Stunden hinweg schreien
und sich durch fast nichts trösten lassen, oder nur für
kurze Zeit. Man nennt dies auch exzessives Schreien.

Die Babys sind frisch gewickelt, es tut nichts weh, der
Hunger ist gestillt, sie sind nicht allein und dennoch
wird geschrien was das Zeug hält. Am liebsten ab nachmittags,
oft bis in die frühen Morgenstunden. Heute nennt man dieses
Phänomen auch oft Regulationsstörungen. Die Babys können
das Schreien, die Wut oder Angst nicht regulieren, abschal-
ten, können nicht zu schreien aufhören. Deshalb sollte man
ein Schreibaby nicht "schreien lassen". Früher kreiste jahre-
lang der Mythos von Blähungen. Darüber kann man in der
entsprechenden Ruprik hier mehr nachlesen.

Schlafen wollen diese anspruchsvollen Babys (wie sie auch oft
genannt werden) meist gar nicht oder nur am Tag und
am liebsten auf dem Arm von Mama oder Papa. Am schönsten ist
das Rumgetragen werden. Und wehe man versucht sie irgendwo
hinzulegen. Meist kommt dann sehr schnell die nächste Schrei-
attacke.

Auszug aus dem Buch "Schreibabys von Susanne Lucas":
Von exzessivem Schreien sprechen Experten, wenn ein
Baby an mindestens drei Tagen pro Woche mehr als drei
Stunden pro Tag schreit und dieses Schreiverhalten mehr
als drei Wochen lang anhält (Wessels "Regel der Dreien")

Manche dieser Babys schaffen es in der Tat, dass sie beim
Schreien zu atmen vergessen oder schweißnass sind.

Schreibabys brauchen besonders viel Zuwendung und Liebe,
sie sind sehr empfindsam und liebesbedürftig. Doch es zahlt
sich aus. Wirklich! Auch wenn man oft nicht mehr kann.

 

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