Ursachen
Manche Babys sind von Geburt an recht "unruhig" oder "anspruchsvoll" während andere von Anfang an äußerst unkompliziert sind. Wieder andere werden nach ein paar Wochen zu unruhigen Kindern.
Die Ursachen, warum das so ist, sind noch immer nicht ganz geklärt, jedoch wurden etliche Anhaltspunkte gefunden, die dafür sprechen, dass beim Zutreffen bestimmter Kriterien relativ oft "Schreibabys" entsehen.
Solche Ursachen sind z. B. belastende, stressreiche Schwangerschaften, schwere Geburten, Kaiserschnitte, Medikamente während der Geburt, Drogen während der Schwangerschaft. Oft kann man oben genannte Gründe im vornherein nicht vermeiden, denn wer führt schon absichtlich eine stressreiche Schwangerschaft herbei. Auch hat jeder Mensch seine persönliche Schmerzgrenze und ist diese erreicht sind Schmerzmittel während der Geburt sicherlich auch nicht schädlicher als eine traumatische Geburt unter stundenlangen, unerträglichen Schmerzen.
Auch wenn alle oben genannten Gründe nicht zutreffen, gibt es dennoch "Schreibabys". Mittlerweile ist bewießen, dass es sich hierbei um sehr sensible, neugierige und wissbegierige Kinder handelt. Sie wollen alles hören, alles sehen und saugen sämtliche Eindrücke wie ein Schwamm auf, unfähig wegzusehen oder abzuschalten, wenn es zuviel wird.
Gegen Abend dann können sie sämtliche Eindrücke nicht mehr verarbeiten und schaffen es auch nicht einfach die Augen zu schließen und einzuschlafen. Um "runterzufahren", sich abzureagieren wird dann oft stundenlang geschrien, mit dem Schreien kann von selbst auch nicht mehr aufgehört werden, die Kinder brauchen Hilfe von außen - von UNS. Dies nennt man auch Regulationsstörungen. Oft verschwinden diese nach meist 3 Monaten von ganz alleine, oft sind sie angeboren und müssen behandelt werden (siehe Diagnosen).
Es ist das Wichtigste, die Ursache für Schreibabys nicht in uns Müttern selbst zu suchen oder sich Vorwürfe zu machen, wozu man automatisch neigt, wenn man all die zufriedenen, glücklichen und schlafen Babys auf der Straße sieht. Auch das Baby handelt nicht böswillig oder betreibt Schikane um seine Eltern zu terrorisieren (was leider auch oft behauptet wird, vor allem von der etwas älteren Generation, wo "ein Baby noch schreien mußte um starke Lungen zu kriegen").
Und bitte keine Angst: Auch entgegen anderen Meinungen ist mittlerweile bewiesen, dass man ein Baby die ersten 6 - 7 Monate weder verwöhnen noch verziehen noch erziehen kann. Das Gehirn ist dazu noch gar nicht in der Lage. Das wichtigste ist: Soviel Liebe geben wie nur möglich ist und den Seelchen helfen, sich besser in unserer Welt zurechtzufinden!
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